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Reifen und Felgen

Die richtigen Reifen tragen wesentlich zu Sicherheit, Fahrkomfort und Wirtschaftlichkeit bei.

Dabei kommt es nicht nur auf Reifendruck und Profiltiefe an: Auch Fahrleistung, Streckenprofil, Witterung und persönliche Anforderungen spielen bei der Auswahl eine wichtige Rolle.

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Reifentypen und Einsatzbereiche

Grundsätzlich unterscheidet man zwischen Sommer-, Winter- und Ganzjahresreifen. Sommer- und Winterreifen sind mit ihrer Gummimischung und ihrem Profil auf die jeweiligen Witterungsbedingungen abgestimmt.

Ganzjahresreifen verbinden Eigenschaften von Sommer- und Winterreifen. Sie können eine praktische Lösung sein, wenn Sie überwiegend in Regionen mit milden Wintern unterwegs sind, nur wenige Kilometer fahren und auf den saisonalen Reifenwechsel verzichten möchten. Gegenüber spezialisierten Saisonreifen bleiben sie jedoch ein Kompromiss.

Sommerreifen sind auf warme Temperaturen sowie trockene und nasse Fahrbahnen ausgelegt.

Winterreifen besitzen eine für niedrige Temperaturen entwickelte Gummimischung und ein spezielles Profil, das auf Schnee, Eis und Schneematsch besseren Halt bietet.

Unser Tipp: Wer viel fährt, regelmäßig längere Strecken zurücklegt oder bei jedem Wetter unterwegs sein muss, ist mit Sommer- und Winterreifen in der Regel besser beraten. Ob Ganzjahresreifen für Ihr Fahrzeug und Ihr Fahrprofil geeignet sind, prüfen wir gemeinsam mit Ihnen.

Wichtig zu wissen: In Deutschland gilt eine situative Winterreifenpflicht. Bei Glatteis, Schneeglätte, Schneematsch, Eis- oder Reifglätte dürfen Fahrzeuge nur mit entsprechend gekennzeichneten Reifen gefahren werden. Seit dem 1. Oktober 2024 reicht die frühere M+S-Kennzeichnung allein nicht mehr aus. Erforderlich ist das Alpine-Symbol mit Bergpiktogramm und Schneeflocke.

Die passenden Reifen für Ihr Fahrzeug

Bei der Auswahl berücksichtigen wir Ihr Fahrzeug, Ihr Fahrprofil, Ihre persönlichen Wünsche, das Preis-Leistungs-Verhältnis und aktuelle unabhängige Reifentests. So finden wir eine Lösung, die technisch geeignet ist und zu Ihren Anforderungen passt.

Reifengröße, Tragfähigkeit und Geschwindigkeitskategorie müssen für das jeweilige Fahrzeug zugelassen sein. Die erforderlichen Angaben ergeben sich aus den Fahrzeugpapieren, der EG-Übereinstimmungsbescheinigung – dem COC-Dokument – und den Genehmigungsunterlagen der jeweiligen Rad-Reifen-Kombination. Reifen müssen insbesondere hinsichtlich Abmessungen, Tragfähigkeit und zulässiger Geschwindigkeit für das Fahrzeug geeignet sein.

Bei Änderungen am Fahrwerk, an der Radaufhängung oder an der Spurbreite gelten möglicherweise zusätzliche Anforderungen. Je nach Rad-Reifen-Kombination und vorhandener Genehmigung kann eine Änderungsabnahme oder Eintragung erforderlich sein. Wir prüfen die Unterlagen und erläutern Ihnen, was bei Ihrem Fahrzeug zu beachten ist.

Technische Veränderungen können die Betriebserlaubnis beeinflussen, wenn vorgeschriebene Nachweise oder Abnahmen fehlen.

Ob Serienbereifung, neue Felgen oder eine besondere Rad-Reifen-Kombination: Wir beraten Sie bei der Auswahl und achten darauf, dass Reifen, Räder und das Reifendruckkontrollsystem zusammenpassen.

Reifenwechsel und Einlagerung
Bei Saisonbereifung übernehmen wir den fachgerechten Räderwechsel und lagern den jeweils ungenutzten Radsatz für Sie ein. Vor der nächsten Saison prüfen wir Reifen und Räder auf sichtbare Schäden, Profiltiefe und Zustand.

So müssen Sie die Räder nicht selbst transportieren und können sicher sein, dass sie bis zum nächsten Wechsel fachgerecht aufbewahrt werden.

Unser Tipp: Vereinbaren Sie Ihren Termin zum saisonalen Räderwechsel frühzeitig – insbesondere vor dem Beginn der kalten Jahreszeit.

Glossar Reifen & Felgen

Ganzjahresreifen sind für den ganzjährigen Einsatz entwickelt und verbinden Eigenschaften von Sommer- und Winterreifen.

Sie eignen sich vor allem für geringere Fahrleistungen, überwiegend städtische Strecken und Regionen mit milden Wintern. Gegenüber spezialisierten Saisonreifen stellen sie technisch einen Kompromiss dar.

Für den Einsatz bei winterlichen Straßenverhältnissen müssen auch Ganzjahresreifen das Alpine-Symbol tragen.

Sommerreifen sind mit ihrer Gummimischung und ihrem Profil auf warme Temperaturen sowie trockene und nasse Fahrbahnen abgestimmt.

Bei winterlichen Straßenverhältnissen bieten sie nicht die erforderlichen Eigenschaften und dürfen im Rahmen der situativen Winterreifenpflicht nicht verwendet werden.

Winterreifen sind für niedrige Temperaturen und winterliche Straßenverhältnisse entwickelt. Ihre Gummimischung und ihr Profil sorgen bei Schnee, Eis und Schneematsch für eine bessere Kraftübertragung und Haftung.

Rechtlich als Winterreifen anerkannt sind Reifen, die mit dem Alpine-Symbol gekennzeichnet sind.

Das Alpine-Symbol zeigt einen Berg mit drei Gipfeln und einer Schneeflocke.

Die internationale Bezeichnung lautet „Three-Peak Mountain Snowflake“, kurz 3PMSF.

Bei winterlichen Straßenverhältnissen müssen die verwendeten Reifen dieses Symbol tragen.

Die Übergangsregelung für ältere Reifen mit ausschließlicher M+S-Kennzeichnung endete am 30. September 2024.

M+S steht für „Matsch und Schnee“.

Die Kennzeichnung war früher für die Einordnung als Winterreifen ausreichend, beruhte jedoch nicht auf demselben Prüfmaßstab wie das Alpine-Symbol.

Seit dem 1. Oktober 2024 genügt eine alleinige M+S-Kennzeichnung bei winterlichen Straßenverhältnissen in Deutschland nicht mehr.

Die Reifengröße wird durch eine Kombination aus Zahlen und Buchstaben angegeben, zum Beispiel 205/55 R16:
• 205 bezeichnet die Reifenbreite in Millimetern.
• 55 beschreibt das Verhältnis der Reifenhöhe zur Reifenbreite in Prozent.
• R steht für die radiale Bauweise des Reifens.
• 16 bezeichnet den Felgendurchmesser in Zoll.

Die Reifengröße beeinflusst unter anderem Fahrverhalten, Komfort und Freigängigkeit. Verwendet werden dürfen nur Rad-Reifen-Kombinationen, die für das Fahrzeug zugelassen oder ordnungsgemäß abgenommen wurden.

Der Tragfähigkeitsindex gibt an, welche maximale Last ein Reifen tragen darf. Er wird als Zahl auf der Reifenflanke angegeben und muss zur zulässigen Achslast des Fahrzeugs passen.

Ein Reifen mit zu niedrigem Tragfähigkeitsindex darf nicht verwendet werden.

Ein höherer Index ist grundsätzlich möglich, sofern auch Reifengröße, Bauart und alle weiteren Vorgaben erfüllt sind.

Der Geschwindigkeitsindex wird durch einen Buchstaben auf der Reifenflanke angegeben. Er bezeichnet die Höchstgeschwindigkeit, für die der Reifen zugelassen ist.

Die Geschwindigkeitskategorie muss zu den technischen Anforderungen des Fahrzeugs passen.

Für bestimmte Winterreifen gelten besondere gesetzliche Regelungen, die bei der Auswahl berücksichtigt werden müssen.

Die DOT-Kennzeichnung enthält Informationen zur Herstellung des Reifens.

Die letzten vier Ziffern geben Produktionswoche und Produktionsjahr an.

Die Zahlenfolge 2525 bedeutet beispielsweise, dass der Reifen in der 25. Kalenderwoche des Jahres 2025 hergestellt wurde.

Das Herstellungsdatum ist ein wichtiger Anhaltspunkt bei der Beurteilung des Reifenalters, sagt allein jedoch noch nichts über den tatsächlichen Zustand des Reifens aus.

Das COC-Dokument ist die EG-Übereinstimmungsbescheinigung des Fahrzeugs.

Es enthält technische Fahrzeugdaten und vom Hersteller genehmigte Ausführungen, darunter mögliche Rad-Reifen-Kombinationen.

Vor der Verwendung einer abweichenden Kombination müssen jedoch immer auch die jeweiligen Genehmigungen, Auflagen und mögliche Fahrzeugänderungen berücksichtigt werden.

Die Zulassungsbescheinigung Teil I enthält wichtige technische Angaben zum Fahrzeug und führt eine genehmigte Reifengröße auf.

Weitere zulässige Rad-Reifen-Kombinationen können sich aus dem COC-Dokument oder anderen Genehmigungsunterlagen ergeben.

Eine nicht im Fahrzeugschein genannte Reifengröße ist deshalb nicht automatisch unzulässig.

Entscheidend ist, ob für die konkrete Kombination eine gültige Genehmigung vorliegt und deren Auflagen eingehalten werden.

Das Reifendruckkontrollsystem überwacht den Reifendruck beziehungsweise einen Druckverlust und warnt den Fahrer bei auffälligen Abweichungen.

Die internationale Bezeichnung lautet Tire Pressure Monitoring System, kurz TPMS.

Beim Reifen- oder Räderwechsel berücksichtigen wir das im Fahrzeug verbaute System und stellen sicher, dass vorhandene Sensoren ordnungsgemäß funktionieren.

Bei einer Spurverbreiterung werden Distanzscheiben zwischen Radnabe und Felge montiert. Dadurch stehen die Räder weiter außen, was die Optik und das Fahrverhalten verändern kann. Spurverbreiterungen dürfen nur innerhalb des genehmigten Verwendungsbereichs und unter Beachtung sämtlicher Auflagen montiert werden.

Abhängig von Bauteil, Fahrzeug und vorhandener Genehmigung kann eine Änderungsabnahme oder Eintragung erforderlich sein.

Änderungen an Rädern, Reifen oder Fahrwerk können eine Prüfung durch eine anerkannte Prüforganisation erforderlich machen.

Ob eine Abnahme oder Eintragung notwendig ist, ergibt sich aus der Genehmigung des Bauteils und den darin genannten Auflagen.

Eine Allgemeine Betriebserlaubnis – kurz ABE – bedeutet nicht automatisch, dass niemals eine Abnahme erforderlich ist.

Bei einem Teilegutachten ist in der Regel eine Änderungsabnahme vorgesehen.

Werden mehrere Veränderungen miteinander kombiniert, beispielsweise andere Räder mit einer Tieferlegung oder Spurverbreiterung, muss zusätzlich geprüft werden, ob sie sich gegenseitig beeinflussen.

Bei der professionellen Reifeneinlagerung werden Reifen und Räder fachgerecht aufbewahrt.

Das schützt sie vor vermeidbaren Beschädigungen und entlastet Sie beim saisonalen Räderwechsel.

Vor der erneuten Montage prüfen wir den sichtbaren Zustand und die Profiltiefe der Reifen.

So können Verschleiß oder erkennbare Schäden rechtzeitig festgestellt werden.